Es hat sich gelohnt, sich rasch für die diesjährige internationale Seniorenreise anzumelden! Nach zwei Tagen war sie ausgebucht, wurde dann allerdings um vier auf zwanzig Teilnehmer erhöht, um der hohen Nachfrage wenigstens teilweise Rechnung zu tragen. Leider musste der treue Seniorenreisende Giancarlo Tottoli wegen Rückenproblemen kurzfristig absagen (gute Besserung!), sodass schlussendlich neunzehn Senioren des Goldi den Flieger nach Edinburgh bestiegen.

Die Reise wurde von unserem Mitglied Markus Schnellmann, Fantasy Tours Andelfingen, zusammen mit dem Capitano Emilio Amati zusammengestellt und vor Ort organisiert. Alles funktioniert tadellos. Herzlichen Dank euch beiden, ihr habt das grossartig gemacht! Besonders hervorheben möchte ich die ausgezeichnet Kameradschaft in der Gruppe. Es war alles sehr easy. Kleine Anspannungen gab es höchstens bei der einen oder anderen Bestellung des Essens («Warum dauert das so lange, die wussten doch, was wir bestellten?» «Wo ist jetzt der Wein, den habe ich doch….?», «Was habe ich eigentlich vorbestellt?», etc.). Waren die Raubtiere einmal gefüttert, kehrten sie wieder in den Ruhemodus zurück.

Edinburgh & Ayr = Golf & Whisky

Die Reise führte uns zuerst nach Edinburgh, wo wir die Plätze Gullane #2 und The Glen Golf Course in North Berwick spielten. Am Dienstag erfolgte der Transfer nach Ayr an der Westküste mit einem Halt in einer Whisky- und Rumdestillerie, wo wir unsere Lebern schon etwas früher als an den anderen Tagen in Gang brachten.

In der Gegend von Ayr spielten wir den Kilmarnock Barassie GC nahe des Troon Royal, dann den West Kilbridge GC und auf der Rückfahrt nach Edinburgh den Rowallan Castle GC, den einzigen Nicht-Links Course. Die Auswahl der Golfplätze war ausgezeichnet, es waren wirkliche Links Courses mit allem, was dazu gehört. Wir spielten in der Nähe einiger der berühmtesten Plätze von Schottland, hatten ähnliche Verhältnisse mit vielleicht einigen Abstrichen, konnten aber unser Budget schonen.

Challenges

Wie es sich für eine Golfgruppe gehört, haben wir immer um etwas gespielt, und zwar wie folgt: zweimal Anzahl Putts zählen, Stroke mit max. Doppelpaar minus Alter, Wiener Walzer (am ersten Loch gilt ein Resultat, dann zwei, dann drei, dann wieder von vorne) und Viererflight mit farbigem Ball (das Resultat desjenigen mit dem farbigen Ball zählt doppelt, die besten drei Resultate werden gewertet). Klarer Wochensieger wurde Ruedi Escher. Herzliche Gratulation!

Wetter

Wer an Schottland denkt, denkt vor allem ans Wetter. Das war denn auch das grosse Thema. Und jeder hatte seine App. Die eine zeigte 40% Regen von 11 bis 12 Uhr, danach 60% und danach gar 80%. Beim anderen war es genau umgekehrt. Und derjenige mit einem Satellitenradar wusste alles noch genauer. Zum Schluss hatten wir einfach Regen oder nicht, oder es windete mehr oder weniger. Im richtigen Leben war das Wetter glücklicherweise besser als die Apps. Verregnet wurden wir nur einmal und für kurze Zeit, aber dafür so richtig. Am Folgetag hatten wir mit sehr starkem Wind zu kämpfen. Die Abschläge der Küste nach hoch waren etwa halb so lange wie diejenigen der Küste nach runter!

So freuen wir uns also auf die nächste internationale Seniorenreise und warten gebannt darauf, wohin es gehen wird.

Rolf Stahel

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